Brinkley Davies

Brinkley Davies ist australische Eingeborene, die im schönen Port Lincoln, Südaustralien wohnt. Brinkley macht nicht nur unglaublich atemberaubende Fotos (schau auf @brinkleydavies, glaube uns, es lohnt sich!), sie ist auch ein PADI® Divemaster, Gründerin der Balu Blue Foundation und ‚Australian of the Year‘-Kandidatin. Puh, unserer Meinung nach ist das sehr beeindruckend!

Wir verfolgen nicht nur Brinkley  liebend gerne online wegen ihrer inspirierende Tauchfotografie und Updates zu ihren Aktionen für den Umweltschutz, wir lieben es auch, Brinkleys Kuschel-Haustiere zu bewundern, wie ihr Känguru Bunji (ja du hast richtig gelesen, Känguru!), das sie gerettet hat, sowie ihr süßes Hündchen Ohana.

Brinkley ist eine erstaunliche Frau, und sie inspiriert uns mit ihren Bemühungen in Bezug auf die Erhaltung und den Schutz unserer Meere.

Brinkley war so freundlich, kurz mit uns darüber zu quatschen, was wir hier alle gemeinsam haben, unsere Liebe zum Meer!


Was hast dich dazu bewogen, Tauchen zu lernen?                                                      Ich habe schon ab einem sehr jungen Alter das Meer geliebt, und nachdem ich mein ganzes Leben gesurft bin, wusste ich, dass ich die Unterwasserwelt so gut wie möglich erforschen wollte. Ich habe nach ein paar Jahren des Freitauchens mit dem Tauchen angefangen, und seitdem ist das Tauchen eine prima Ergänzung, die mir in den vergangenen Jahren erlaubt hat, einige unglaubliche Dinge zu sehen.

Wo hat dich das Tauchen hinverschlagen?                                                          Weltweit! Hawaii, Fidschi, Bali, Florida, und mein absoluter Lieblingsort, das Ningaloo Reef, hier in Australien.

Was ist dein Lieblings-Tauchplatz?                                                                                 An diesem Punkt in meinem Leben, wäre es schwierig, mit dem Ningaloo Reef und dem Beqa Lagoon Shark Dive auf Fidschi zu konkurrieren.

Brinkley Davies

Erzähle uns vom Tauchen in Südaustralien.                                                                 Es ist kalt, immer überraschend und absolut schön. Südaustralien birgt einige unglaubliche Meereslebewesen, und wenn du genug Mumm hast, die Kälte in den Wintermonaten auszuhalten, triffst du Angesicht zu Angesicht auf riesige Ansammlungen von Tintenfischen. Für die, die noch abenteuerlicher sind, gibt es die Möglichkeit, auf den Neptune Islands, im Käfig mit weißen Haien zu tauchen. Oder aber, wenn du kleinere Dinge magst, ist Tumby Bay der Ort, um einen oder zwei Fetzenfische anzutreffen :).

Was war bisher dein unvergesslichster Tauchgang?                                                    Als ich Bullenhaie im Beqa Lagoon, Fidschi, mit Beqa Adventure Divers sah. Ich kann diesen Tauchgang nicht genug empfehlen. Aus der Ferne kann er angsteinflößend klingen, aber sobald man dort unten ist, ist es wirklich magisch – kristallklares Wasser, bis zu 100 Bullenhaie, und eine professionelle Crew mit einem unglaublich sicheren System! Mike Neumann und sein Team sind einfach unglaublich.

Was ist das Beste daran, ein PADI Divemaster zu sein?                                             Ich habe es genossen, Sicherheitskomponente durch meinen Kurs zu lernen, die dir erlauben, mit Selbstvertrauen zu tauchen, und wirklich tolle Tauchplätze mit anderen erfahrenen Tauchern zu genießen. Als PADI Divemaster, konnte ich an einigen erstaunlichen Orten arbeiten, und mich mit einer erfahrenen und spannenden Mannschaft umgeben.

Deine pelzigen Freunde, Bunji, das gerettete Känguru und Ohana, der Hund, sind Stars auf Instagram. Wie ist ihre Beziehung zum Wasser?                                           Ohana ist absolut besessen, wenn es nach ihr ginge, würde sie niemals rauskommen. Sie setzt sich sogar zu hause in ihre eigene Wasserschale. Bunji, zu unserer Überraschung, hüpfte eines Tages ins Wasser und kam mit zum Schwimmen. Ich habe immer gewusst, dass Kängurus hier im Meer baden, es aber noch nie mit eigenen Augen gesehen! Sie kommt oft mit zum Strand, aber meistens bleibt sie im Sand, gräbt herum, dann legt sie sich hin, haha.

Erzähle uns von einer Frau in deinem Leben, die dich in deiner Tauchkarriere am meisten inspiriert hat.                                                                                                   Mich haben in meiner Tauchkarriere viele Menschen inspiriert, deshalb kann ich mich nicht auf eine Person beschränken. Als ich jünger war, inspirierte mich Valerie Taylor, mit dem Tauchen zu beginnen. Ihre ursprüngliche Fischerkarriere, die sie in eine Hai-Erhaltungskarriere verwandelte, inspirierte mich im jungen Alter, und zeigte mir, dass man auch in der feindlichsten Umgebung, Umweltschutz und Veränderung bewirken kann. Ich wohne in Port Lincoln, hier unten ist Umweltschutz etwas, was die Leute nicht anerkennen oder sich nicht darum kümmern. Wir haben aber heutzutage viel Gewicht und Unterstützung aus dem Rest der Welt, und eine Generation von Leuten, die sich um ihre Küsten- und Meeresbewohner kümmert, und keine Angst hat, ihre Meinung zu äußern, was großartig ist.

Was war bisher dein eindrucksvollster Moment mit Meereslebewesen?                   Ich habe beim Freitauchen und Tauchen ein paar Begegnungen mit Meereslebewesen erlebt, die mich unglaublich inspiriert haben. Letztes Jahr, auf Ningaloo, hatte ich ein verrücktes Schwimmerlebnis mit einem weiblichen Mantarochen, der mit uns fast 1km lang auf dem Rücken schwamm. Es war eine sehr demütigende Erfahrung. Manchmal fühlt man sich einfach so, als ob man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.

Brinkley Davies

Was tust du, um sicherzustellen, dass unsere Meere sauber und gesund bleiben? Was können Menschen tun, um zu helfen?                                                                     Ich führe eine gemeinnützige Organisation namens Balu Blue Foundation, und wir führen derzeit eine Kampagne namens Clear Tides durch. Wir organisieren Strandaufräumaktionen am Ufer, zusammen mit pädagogischen Gesprächen an Schulen darüber, wie Menschen die Verwendung von Einwegkunststoffen reduzieren können, und ermutigen sie, ihre Strände, wann immer möglich sauber zu halten.

Ich persönlich tue mein Bestes, um Einmalgebrauch zu vermeiden. Ein guter Start ist es,  Plastikartikel wie Strohhalme, Kaffeetassen, Wasserflaschen und Plastiktüten mit wieder verwendbaren Gegenständen auszutauschen. Dies sind einfache Veränderungen, die, wenn sie jeder macht, einen großen Unterschied ausmachen.

Kannst du uns ein bisschen dazu erzählen, wie die Balu Blue Foundation zustande kam?                                                                                                                             Seit ein paar Jahren schon, wollte ich eine Basis für all die Arbeit haben, die ich tue, sowie für Pläne, die ich in Bezug auf Umweltschutz habe, sei es in Forschung, Bildungsarbeit oder Umweltprojekten. So habe ich im vergangenen Jahr im November die Balu Blue Foundation Inc gegründet. Zu dem Namen inspirierte mich unser Welpe Balu, den mein Partner und ich hatten. Er war unser Leben, und im vergangenen Jahr haben wir ihn leider auf Grund des Fuchsköders 1080 verloren, ein schreckliches Gift, das hier auf Bauernhöfen und in Nationalparks benutzt wird. Ich war über  Monate am Boden zerstört, aber es gab mir den Anstoß, den ich brauchte, um weiterzumachen und meinen Traum zu verwirklichen – zu beginnen, Menschen darüber aufzuklären, wie besonders unsere heimischen Wildtiere, und wie einzigartig unsere Meere sind.

Dank unserer Kampagne, Clear Tides, haben wir hier aus Port Lincoln Foreshore, etwa 2000 Stück Müll beseitigt. Wir haben den Dokumentarfilm ‚ Before the Flood’ hier als Teil des SALT-Festivals in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt. Wir organisieren  Aufräumaktionen in anderen Staaten, motivieren pädagogische Botschafter dazu, an Schulen Reden zu halten, und arbeiten an vielen anderen Dingen hinter den Kulissen der Organisation. Es ist alles sehr aufregend!

Du warst in diesem Jahr offizielle Kandidatin für ‚Australier des Jahres’. Was bedeutet das für dich?                                                                                                     Ich war so dankbar und glücklich darüber. Es bedeutet mir viel, dass die Leute, die meinen sozialen Kanälen folgen, und sich fürs Tauchen oder Umweltschutz engagieren möchten, meinen Weg zu schätzen wissen, und inspiriert sind. Eines meiner größten Ziele bei all dem ist es, junge Menschen dazu zu inspirieren, eine Karriere für sich zu schaffen, die umweltfreundlich ist, und keine Angst zu haben, zu reisen und diesen Planeten zu erkunden.

Brinkley Davies

Möchtest du helfen?

Es gibt viele großartige Organisationen, die Vorreiter in Umweltschutzprojekten sind, und Veränderungen bewirken. Wenn du anfangen möchtest, die Küste zu reinigen, setze dich in Kontakt mit der Balu Blue Foundation ODER aber, wenn du deine Tauchfertigkeiten benutzen möchtest, um das Meer zu säubern, besuche die Project AWARE’s Website, und melde dich zum Dive Against DebrisTM an. Du kannst sogar einen Tauchplatz adoptieren, wenn du regelmäßig den gleichen Tauchplatz betauchst.

Du kannst dich auch dafür einsetzen,  unglaubliche Frauen, wie Brinkley Davies,  die wir in unserer Branche haben, zu feiern. Auf padi.com/women-dive erfährst du mehr.


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