Ein Kollege von mir erinnert sich gern daran, wie er im Alter von 12 Jahren von seinem Vater mit stolzem Lächeln durch ein Fenster beobachtet wurde. Das Fenster gab den Blick auf einen Pool frei, in dem der Sohn tauchen lernte. Letztendlich wurden sein Leben und seine Berufswahl durch die Ermutigung und Erlaubnis des Vaters, tauchen zu lernen, grundlegend beeinflusst. Meine Kindheitserinnerungen sind ähnlich: Mit meinem Bruder und Freunden schwamm und tauchte ich in Seen, Pools und dem Meer – und offensichtlich beeinflusste das, wer ich wurde und was ich kann. Meine eigenen Kinder beeinflusste ich auch dementsprechend und eines von ihnen ist mittlerweile PADI Instructor sowie Höhlen- und Tec-Taucher mit einem Abschluss in Meeresbiologie. Ich bin echt stolz .
Damit möchte ich daran erinnern, dass fast alle Altersgruppen tauchen lernen können. Ob es die eigenen Kinder sind, jüngere Geschwister oder Kinder und Jugendliche aus dem Freundeskreis: Sie in Freizeitaktivitäten, die im Freien stattfinden einzubeziehen wird ihnen – und ihrem Umfeld – guttun.
Gut für Kinder.
Draußen aktiv zu sein ist gut für die körperliche und geistige Gesundheit von Kindern, es fördert die Denkfähigkeit (Bewegung ist gut fürs Gehirn) und die soziale Entwicklung. Schätzungen zufolge verbringen einige Kinder weniger als 30 Minuten am Tag draußen, aber sieben Stunden vor Bildschirmen. Die Ausgangsbeschränkungen während der Pandemie haben die Situation nicht gerade verbessert. Tauchen ist eine ideale Freizeitbeschäftigung, denn es fördert gleichermaßen körperliche, soziale und intellektuelle Fähigkeiten.

Gut für die Familie.
Die Zeit mit der Familie ist für Kinder und Jugendliche wichtig. Die Effekte davon, wenn Kinder ausreichend Zeit mit ihren Eltern verbringen, sind, so wird berichtet, ein engerer Familienzusammenhalt, bessere schulische Leistungen und ein verringertes Risiko in ernsthafte Schwierigkeiten, wie Drogenmissbrauch, zu geraten. Sich gemeinsam einer neuen Aufgabe zu stellen – wie dem Tauchen oder der Tauchausbildung – stärkt die Beziehungen innerhalb der Familie.
Sicherer im Wasser.
Die ernüchternde Statistik: Ertrinken steht bei tödlichen Unfällen an dritter Stelle, am stärksten gefährdet sind Kinder. In den USA steht es bei tödlichen Unfällen von Kindern unter vier Jahren sogar an erster Stelle – doch laut Schätzungen sinkt dieses Risiko für Kinder, die schwimmen lernen, um über 75%. Meiner Meinung nach ist das Grund genug, Kinder unter Aufsicht an das Schwimmen und andere Wassersportarten heranzuführen.

Abwechslung und Vereinbarkeit.
Einige Familien finden es schwierig, unterschiedliche Altersgruppen und Fähigkeiten in nur einer Freizeitbeschäftigung zu vereinen. Das Tauchen ist aber vielfältig genug, um dies zu ermöglichen und ihr PADI Anbieter hilft gerne weiter. Für absolute Anfänger gibt es die PADI Swim School. Kinder ab 8 Jahren können mit dem PADI Bubblemaker das Tauchen in 2 Metern (6 Fuß) Wassertiefe kennen lernen. Im PADI Seal Team Programm entwickeln sie grundlegende Tauchfertigkeiten und üben, im Pool zu tauchen, wie die Großen. Kinder ab 10 Jahren können die Juniorversionen von PADI Open Water Diver und Adventure Diver absolvieren. Mit 12 können sie dann ihre Brevetierungen zum Junior Advanced Open Water Diver und Junior Rescue Diver machen. Dies sind volle Brevetierungen mit altersentsprechenden Anpassungen (z.B. Tauchen nur in Begleitung eines Erwachsenen), die mit Erreichen des 15. Lebensjahres in die entsprechenden Brevetierungen für Erwachsene übergehen. Das Besondere am Tauchen ist, dass ein erfahrener, hartgesottener Taucher und ein Anfänger bei einem gemeinsamen, auch für den Anfänger geeigneten, Tauchgang beide viel Spaß haben können. Darum ist Tauchen für Familien großartig, selbst wenn die Kinder gerade erst damit anfangen und einer oder beide Elternteile begeisterte Tec 100 CCR Divers sind.

Wenn wir uns also diese Saison wieder dem Tauchen und Wassersport widmen, sollten wir unsere Kinder und Jugendlichen mit einbeziehen. Es bereitet Freude und hat nachweislich viele Vorteile – und für einige Kinder kann Schwimmen und Tauchen sogar das Leben verändern.
Seek adventure. Save the ocean.
Drew Richardson
PADI President & CEO PADI Worldwide
