vom 27. Februar bis zum 1. März habe ich beim 10. jährlichen World Ocean Summit in Lissabon PADI und die PADI AWARE Foundation vertreten. Auf dem Gipfel, der von The Economist veranstaltet wurde, haben sich 1500 ExpertInnen und IntressenvertreterInnen von Wissenschaft, Meereswissenschaft, Regierungen, der Tourismus-, Technologie-, Energie-, Finanz- und Bankenbranche, von NGOs und aus der Wirtschaft aus über 100 Ländern getroffen, um über die Zukunft der Meere zu sprechen. Wohin die Entwicklung geht, was man daran ändern kann, was funktioniert und was nicht. Die Tatsache das PADI und PADI AWARE eingeladen wurden, deutet darauf hin, dass die einzigartige Rolle, die PADI-Profis bei der Lösung der Meeresschutzprobleme lokal und international spielen können, Anerkennung findet.
Während meines Vortrags habe ich PADIs globalen Wirkungsbereich, Mission und Vision hervorgehoben und wie 6.600 Mission Hubs − PADI Dive Center und Resorts − 128.000 PADI Profis und 29 Millionen PADI Tauchende gemeinsam mit dem Blueprint for Ocean Action, der Unterstützung der PADI AWARE Foundation und ähnlichen Initiativen (z. B. Adopt the Blue™, Shark Conservation und Dive Against Debris™ ) einen messbaren Unterschied machen. Bei den Diskussionen ging es außerdem um die strategischen Partnerschaften zwischen PADI und dem Scripps Institute, Blancpain, Sea Legacy, SEIKO, National Geographic Pristine Seas und ähnlichen Institutionen. Unsere globale Reichweite ist einzigartig darin, lokale Maßnahmen anzubieten, die skalierbare, globale Veränderungen bewirken. Dies geschieht durch Initiativen in fünf verschiedenen Bereichen: Meeresschutzgebiete, Korallenrestauration und -schutz, Müll im Meer, bedrohte Tierarten und Blue Carbon.
Im Mittelpunkt meiner Kommentare und Interaktionen mit anderen stand die Rolle des Tauchsports als positive Kraft in der blauen (die Meere schützende) Wirtschaft. Folgende Argumente wurden auf dem The Economist-Gipfel angebracht und präsentiert:
- Bei einer globalen Umfrage von Scripps/National Geographic Pristine Seas (von PADI unterstützt) kam heraus, dass Tauchbasen in der blauen Wirtschaft tausende Arbeitsplätze im Tauchbereich und in verwandten Bereichen erhalten. Viele befinden sich in kleinen Küstengemeinden und Entwicklungsländern und sind dort ein großer oder der größte Wirtschaftsmotor und unterstützen hunderte von Menschen. Dadurch, dass PADI-Tauchbasen lokale Tourismuswirtschaft schaffen, bieten sie einen wirtschaftlichen Anreiz, die Zahl von Meeresschutzgebieten zu erhöhen. Dadurch bleiben die Gebiete lebendig und ziehen kontinuierlich nachhaltigen und regenerativen Tauchtourismus an.
- Das Ziel ist, etwa 30 Prozent des Meeres zu Meeresschutzgebieten zu machen, damit sich Tierarten und ihre Bestände wieder erholen können. Derzeit stehen etwa sechs Prozent der Meere unter Naturschutz (in nicht-internationalen Gewässern). Beim Tauchen wird dem Meer nichts entnommen. Der Tauchsport bringt die Öffentlichkeit in Kontakt mit Meeresschutzgebieten und profitiert von ihnen. Die Vergrößerung von Meeresschutzgebieten kann vorangetrieben werden, wenn die Öffentlichkeit sich der wirtschaftlichen Macht der Tauchbranche bewusst wird und den Regierungen, Gemeinden, der Wirtschaft und anderen Institutionen, die für den Erhalt oder die Entstehung von Meeresschutzgebieten zuständig sind, die wirtschaftlichen Vorteile klar macht.
- Forschung ist entscheidend, um die Probleme der Meere zu verstehen und auf dem Gipfel wurden viele Studien und konstruktive Programme präsentiert. Die globale PADI Tauchgemeinschaft engagiert sich aktiv und macht Fortschritte, während ich diese Zeilen schreibe. Wir halten nicht nur Reden; Tauchbasen und Tauchende engagieren sich bewusst beim Sammeln von Daten, im Engagement für Gemeinden, in Aufräum- und Säuberungsaktionen, beim Korallenpflanzen und anderen Umweltschutz-, Bildungs- und bürgerwissenschaftlichen Projekten. Die Größe und globale Reichweite des PADI-Netzwerks ermöglicht immer mehr lokale Forschung und globale Aktionen, die sonst nicht möglich wären.
Einer der wichtigsten Punkte auf dem Gipfel war, warum PADI-Mitglieder und Tauchende praktisch orientiert sind und Initiative ergreifen. Der Grund ist, dass wir einen gemeinsamen Glauben haben, dass es immer eine Lösung gibt. Und das ist ein wichtiger Punkt, denn Hoffnungslosigkeit führt zu Passivität. Aber PADI-Profis und Tauchende wissen, dass es, auch wenn es noch viel zu tun gibt, jetzt schon positive Veränderungen gibt. Und es gibt sie, weil du und die globale PADI-Community gemeinsam Lösungen finden oder schaffen und sie konstruktiv und bedeutsam umsetzen.
Durch PADI AWARE und durch von PADI-Profis geleitete Intitiativen haben PADI-Mitglieder und Tauchende mehr als eine halbe Million eigenständige Aktionen für das Meer veranstaltet. Darunter fällt der Schutz von über 100 Haiarten, das Entfernen und Dokumentieren von tonnenweise Müll aus dem Meer und über 13.500 gerettete Tiere, die sich verfangen hatten. Durch das Adopt-the-Blue-Programm haben PADI Mission Hubs und Eco Center-Mitglieder mehr als 1000 Tauchplätze adoptiert, die sie schützen und überwachen. Für die nächsten Jahre sind 10.000 weitere Tauchplätze zur Adoption geplant. Das Supventionsprogramm der PADI AWARE Foundation hat mehr als 200 lokale Umweltschutzprogramme finanziert, die direkt mit dem PADI Blueprint for Ocean Action in Verbindung stehen.
PADI nutzt die Leidenschaft der Tauchgemeinschaft als wichtige und mächtige positive Kraft, indem wir Lösungen für das Meer und für die Menschheit einbringen. Wenn du tauchst und PADI-Mitglied bist, veränderst du die Meere buchstäblich zum Besseren. Neues entdecken, hochwertige Tauchausbildung und die Gesundheit der Meere sind das Fundament unserer gemeinsamen Zukunft.
Suche das Abenteuer. Rette die Meere.
Mit herzlichen Grüßen,
Drew Richardson
PADI CEO und Präsident

