Sechzig Jahre ist es her, dass John Cronin und Ralph Erickson in einer kleinen Wohnung in Illinois eine Vision entfachten, die den Tauchsport für immer verändern sollte. Damals begründeten Cronin und Erickson die bescheidenen Anfänge von PADI mit nur 30 US-Dollar und einem Glas Jonny Walker Black; heute hat PADI eine weltweite Mitgliedschaft von 128.000 Tauchprofis* und 6.600 Dive Centers & Resorts in mehr als 180 Ländern, die insgesamt über 30 Millionen Tauchbrevets ausgestellt haben.
„Vor sechzig Jahren wurde eine Fackel entzündet und eine Bewegung unter dem Meer geboren“, sagt Dr. Drew Richardson, President & CEO von PADI Worldwide.
„Auf dieses Vermächtnis haben wir aufgebaut, mit dem unveränderten Elan voll Abenteuer, Freundschaft und Sinnhaftigkeit, mit dem der Traum begann, die Welt den Meeren näher zu bringen, Taucher für Taucher. In diesem Jahr feiern wir den Fortschritt unserer Mission, eine Milliarde Torchbearers zu gewinnen, die unsere Meere gemeinsam erforschen und schützen.“
60 Jahre führen und wirken
Im Jahr 2003 ging die Geschäftsführung von PADI an Dr. Drew Richardson über, der dieses Jahr sein eigenes 40-jähriges Dienstjubiläum feiert. Unter seiner Führung hat sich PADI zu einer zielgerichteten, globalen Lifestyle-Marke entwickelt, die die Tauchausbildung, die Sicherheit, den Zugang zu den Meeren und den Meeresschutz kontinuierlich voranbringt und sich dafür einsetzt, dass die Unterwasserwelt für alle zugänglich ist.
Um die Grundhaltung von PADI zu verdeutlichen, wurden zum 50-jährigen Bestehen Slogan und Mission von „The Way the World Learns to Dive℠“ zu „Seek Adventure. Save the Ocean℠“ geändert. Es besteht das Ziel, eine Milliarde Torchbearers zu gewinnen, die unsere Meere erkunden und schützen.
Zudem hat PADI die Pillars of Change eingeführt, die der weltweiten Tauch-Community dabei Orientierung geben, gemeinsam ein ausgewogenes Zusammenleben von Menschheit und Meer zu erreichen.
PADI hat seitdem mit Unterstützung der globalen gemeinnützigen Organisationen PADI AWARE™ und später mit der PADI AWARE Foundation:
- über 6 Mio. US$ an Zuschüssen für Meeresforschung, Wissenschaft und Bildung zur Verfügung gestellt
- mehr als 350.000 lokale Initiativen, die sich für unsere Meere einsetzen, unterstützt.
- zum Schutz von über 100 gefährdeten Hai- und Rochenarten beigetragen.
- über 41.000 verfangene Meerestiere befreit.
- mehr als 2,5 Millionen Teile Müll aus den Meeren entfernt.
- über 3.300 Tauchplätze adoptiert und beobachtet und dort 28.000 Datenerfassungen durchgeführt.
Die Meilensteine der letzten 60 Jahre
Die letzten sechs Jahrzehnte hat PADI große Fortschritte erzielt – mit Innovationen, Ausbildung, Sicherheit und Einfluss rund ums Tauchen, sodass die Organisation zum Marktführer der Tauchbranche wurde.
„PADI wurde von Tauchern für Taucher gegründet und engagiert sich als Organisation schon lange dafür, Lebenswege zu bereichern und etwas für unsere Meere zu tun, indem wir die Unterwasserwelt für alle zugänglich machen“, fährt Dr. Richardson fort. „Seit den Anfängen haben die PADI Mitglieder in aller Welt Millionen von Menschen dazu inspiriert, selbstsicher und mit Sinn zu tauchen, andere zu unterrichten, die Tauchsicherheit zu steigern und die Fackel weiterzutragen. Und mit jedem neuen Menschen, dem wir das Tauchen beibringen, tragen wir dazu bei, die Meere und uns gegenseitig zu beleben.“
Zu den wichtigsten Meilensteinen in der langen Geschichte der Organisation gehören:
- 1960er: PADI wurde gegründet und stellte die erste Brevetierung aus (1966), das PADI Continuing Education System wurde entwickelt, das Undersea Journal (1967) erstmalig herausgegeben und die PADI Positive ID Card erfunden – der erste Tauchschein mit Foto des Tauchers (1968).
- 1970er: Die Auszeichnung zum Master Scuba Diver (1973) wurde entwickelt, das modulare Tauchprogramm eingeführt (1978) und jährlich wurden 100.000 Brevetierungen ausgestellt (1979).
- 1980er: Die Encyclopedia of Recreational Diving wurde veröffentlicht, der Recreational Dive Planner eingeführt (1988) und die PADI AWARE Foundation (ehemals Project AWARE) wurde gegründet, um das Engagement für den Meeresschutz zu formalisieren (1989).
- 1990er: Die erste VHS-Kassette für PADI Open Water Diver Kurse kam heraus, pro Jahr wurden über 500.000 Brevetierungen ausgestellt (1991) und Enriched Air (EANx) wurde zur gewöhnlichen Verwendung in der Tauchbranche eingeführt (1995).
- 2000er: Das PADI TecRec Programm (2000) wurde eingeführt, ebenso wie das PADI Seal Team Programm für junge Taucher (2001) und eine Brancheninnovation: die ersten eLearning™ Tauchkurse (2007).
- 2010er: Der erste PADI Women’s Dive Day (2015) wurde organisiert, die Mission durch die Pillars of Change gestützt (2016), das Adaptive Diving Programm eingeführt (2017), PADI Travel wurde gegründet, das Scuba Diving® Magazin wurde übernommen und mit jährlich einer Million Brevetierungen ein wichtiger Meilenstein erreicht (2018).
- 2020er: Die Dive Guides und PADI Adventures wurden eingeführt (2020), der PADI Handlungsplan für die Meere (Blueprint for Ocean Action, 2021) entwickelt, Partnerschaften mit gleichgesinnten Marken bei Umweltschutzprogrammen wurden geschlossen und der CITES-Schutz für Requiemhaie (2022) konnte gesichert werden, PADI Eco Centers und Adaptive Service Facilities wurden eingerichtet (2023), PADI wurde mit Fast Company’s Most Innovative Companies und Conde Nast Traveler’s Bright Ideas in Travel (2024) geehrt, die PADI App und das PADI Conservation Action Portal wurden entwickelt, um Werdegang, Abenteuer und Wirkung von Tauchenden zu verfolgen (2025) und der Global Shark & Ray Census wurde ins Leben gerufen, um Haie und Rochen besser zu schützen (2026).
60 Jahre voller Heldentaten, Premieren und Rekorde
Seit der Gründung der Organisation haben PADI Taucher immer wieder bisher Unerreichtes erreicht und viele haben Leistungen erbracht, die man früher für unmöglich hielt. Zu den besonders beeindruckenden Taten der letzten zehn Jahre von PADI Tauchern und Mitgliedern zählen unter anderem:
- Höhlenrettung in Thailand (2018): Rick Stanton, John Volanthen, Dr. Richard Harris, Dr. Craig Challen, Jason Mallinson, Jim Warny und Chris Jewell halfen bei der Rettungstauchmission für die Jugendfußballmannschaft „Wild Boars“, welche 18 Tage lang im Höhlensystem Tham Luang in Thailand festsaß. Die Aktion verlief erfolgreich und war einer der gefährlichsten Tauch-Rettungseinsätze aller Zeiten. Sie brachte den Mitwirkenden die erste PADI Medal of Valor ein, als Auszeichnung für ihren selbstlosen und kompetenten Einsatz beim Tauchen.
- Größter Unterwasser-Clean-Up (2019): Das PADI Dive Center Dixie Divers in Deerfield Beach, Florida, brachte am 15. Juni 2019 seine Tauch-Community zusammen – beeindruckende 633 Menschen tauchten am Deerfield Beach International Fishing Pier und entfernten innerhalb von 24 Stunden 1.450 Kilogramm Fischereigeräte und über 9.000 Stück Meeresmüll aus dem Meer. Die Daten wurden in der weltweit größten Datenbank für Unterwassermüll, Dive Against Debris, erfasst und die Aktion hat es sogar ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft.
- Größte Mermaid Show unter Wasser (2021): 110 PADI Mermaids in Hainan, China, stellten am 28. April 2021 im Atlantis Sanya einen Guinness-Weltrekord für die größte Unterwasser-Meerjungfrauen-Show auf. Die farbenfrohen Fischschwänze und anmutigen Fertigkeiten des Mermaid-Schwarms während der Synchron-Performance gingen viral und katapultierten die Popularität des Mermaidings weltweit nach vorn. Zudem festigten sie die Position der PADI Mermaids als Fürsprecher der Meere und ihrer Bewohner.
- Der tiefste Tauchpool der Welt (2021): Das PADI Dive Center Deep Dive Dubai hat den tiefsten Tauchpool der Welt gebaut, er ist 60 Meter (196 Fuß) tief. Diese Anlage wurde speziell fürs Tauchen, Mermaiding und Freitauchen gebaut. Einer versunkenen Stadt nachempfunden, lädt sie zum Erkunden ein, sie mit 14 Millionen Litern Wasser gefüllt und für alle Ausbildungsniveaus geeignet.
- Der Mann, der alle sieben Kontinente in Rekordzeit betaucht hat (2024): PADI AmbassaDiver Barrington Scott tauchte auf allen sieben Kontinenten in rekordverdächtigen 19 Tagen. Er suchte das Abenteuer in Australien, Thailand, Ägypten, Malta, den USA, Argentinien und der Antarktis – eine erstaunliche Leistung, die er nicht einmal zehn Jahre nach seiner Brevetierung zum PADI Open Water Diver vollbrachte.
- Der meistgefeierte Tag des Tauchens (2025): Der PADI Women’s Dive Day feierte am 19. Juni 2025 sein 11-jähriges Jubiläum. Seit 11 Jahren kommt die Tauch-Community zusammen, um Menschen aller Geschlechter, Altersgruppen, Ethnien, Lebenswege und Fähigkeiten zu ermutigen, gemeinsam zu tauchen. Die jährliche Veranstaltung hat inzwischen sogar Tourismustrends angestoßen – Reiseziele wie die Malediven schnüren spezielle Resort-Pakete für Gäste, die für diese Feier anreisen.
- Brevetierungs-Rekorde in Dive Centers (2025): Zwei PADI Dive Centers, Ban’s Diving Resort (Thailand) und Quicksilver Dive (Australien), haben beachtliche Brevetierungs-Meilensteine erreicht: Sie haben jeweils mehr als 300.000 Menschen in das Tauchen und die Unterwasserwelt eingeführt. Das entspricht der Brevetierung von drei ausverkauften Super-Bowl-Stadien oder einer ganzen Inselnation wie Vanuatu oder Barbados.
60 weitere Jahre für eine sinnvolle Zukunft
Für die nächsten sechzig Jahre plant die Organisation, Millionen von Menschen zum Tauchen auszubilden, die sowohl ihrer Abenteuerlust nachkommen als auch Meeresschutz betreiben wollen.
„Ich freue mich auf die Zukunft von PADI, denn uns steht Großes bevor“, erklärt Dr. Richardson. „Ich erwarte eine optimistische Zukunft, in der wir alle zusammenarbeiten, um die nächsten Generationen von Meeresschützern zu inspirieren.“
Die PADI Mitglieder weltweit sind eingeladen, sich den regionalen PADI Teams anzuschließen, um diesen Meilenstein und das gemeinsame Vermächtnis zu feiern, das Millionen von Tauchenden inspiriert, das Unterwasserabenteuer ermöglicht und unseren blauen Planeten schützt.
*In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten sind dabei ausdrücklich einbezogen, soweit es für die Aussage erforderlich ist.


